PRESSEMITTEILUNG
Kommentatoren-Albtraum: Diese WM-Spielernamen bringen deutsche Zungen ins Stolpern
Twenty-Eight analysiert mithilfe von KI, welche Spielernamen für deutsche Fans und Berichterstatter die größten phonetischen Hürden darstellen
Usbekistan und der Iran führen das Ranking der Teams mit den am schwierigsten auszusprechenden Namen an
A. Jahanbakhsh, João Félix und Hadziahmetovic sind die größten Zungenbrecher für Deutsche
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist in vollem Gange. Während auf dem Platz um Tore, Punkte und den Einzug in die K.-o.-Runde gekämpft wird, wartet auf Kommentatoren, Fans und Sportredaktionen eine ganz eigene Disziplin: die richtige Aussprache der Spielernamen. Denn zwischen „einfach mal so gelesen“ und „live im TV sauber artikuliert“ liegen bei einigen Namen großer Unterschiede. Um herauszufinden, welche Namen die meisten Stolperfallen bieten, hat die PR-Agentur Twenty-Eight die offiziellen Trikotnamen aller WM-Teilnehmer mithilfe einer KI-Analyse ranken lassen.
Usbekistan hat im Team-Schnitt die kompliziertesten Namen
Mit einem durchschnittlichen Score von 61,3 Punkten und insgesamt 1.595 Gesamtpunkten stellt Usbekistan das sprachlich anspruchsvollste Team. Namen wie Shomurodov mit 84 Punkten oder Xamrobekov mit 83 Punkten können für deutsche Muttersprachler wegen zentralasiatischer Umschriften und längerer Silbenketten besonders ungewohnt sein. Dicht dahinter folgt die Mannschaft des Iran mit durchschnittlich 60,8 Punkten auf Platz zwei, gefolgt von Algerien mit knapp 60 Punkten auf Platz drei. Vervollständigt werden die Top Fünf der Mannschaften mit den schwierigsten Namen durch Bosnien und Herzegowina (59,5 Punkte) sowie Jordanien (55,7 Punkte).
Als echter „Phonetiker-Traum“ erweist sich hingegen, wenig überraschend, die deutsche Nationalmannschaft. Mit einem Teamschnitt von nur 19,1 Punkten und insgesamt 497 Gesamtpunkten belegt das DFB-Team den letzten Platz des Rankings und ist für heimische Kommentatoren am leichtesten fehlerfrei zu artikulieren. Den höchsten Wert innerhalb der deutschen Mannschaft erreicht Ouédraogo mit 76 Punkten. Sein Name gilt im Teamvergleich mit Abstand als am schwierigsten auszusprechen. Auch die Namen der Spieler aus den USA sind mit durchschnittlich 24,2 Punkten besonders leicht auszusprechen. Erst danach folgen die Nachbarn aus Österreich mit 24,6 Punkten im Schnitt.
/
A. Jahanbakhsh und João Félix führen das Zungenbrecher-Ranking an
Mit Blick auf die Namen der einzelnen Spieler gestaltet sich die Aussprache bei Fußballern aus dem Iran und Portugal am schwierigsten. Mit jeweils 96 von 100 möglichen Punkten teilen sich der Iraner A. Jahanbakhsh und der Portugiese João Félix die Höchstpunktzahl im Ranking. Während bei Jahanbakhsh vor allem Kehl- und Hauchlaute sowie die persische Umschrift mit gh-, kh-, sh- und zh-artigen Sequenzen für Schwierigkeiten bei der Betonung sorgen, sind es bei João Félix die nichtdeutschen Zischlaute und die typisch portugiesische Nasalität „ão“. Knapp dahinter auf Platz drei folgt Hadziahmetovic aus Bosnien und Herzegowina mit 95 Punkten. Ähnlich herausfordernd sind die Namen des Portugiesen F. Conceição (93 Punkte) sowie des Iraners Mehdi Ghayedi und des Tunesiers Chikhaoui (jeweils 92 Punkte).
Am anderen Ende der Skala – und damit am leichtesten auszusprechen – stehen neben deutschen Nationalspielern wie Tah, Raum, Neuer oder Groß auch die Trikotnamen von Spielern aus Österreich, Kanada und England, etwa Wimmer (15 Punkte), Sigur (16 Punkte) oder Toney (17 Punkte).
Lukas von Zittwitz, Gründer und Geschäftsführer von Twenty-Eight, kommentiert die Ergebnisse:
„Wer schon einmal versucht hat, einen Spielernamen live, schnell und ohne Probe laut vorzulesen, weiß: Fußball ist manchmal auch Zungensport. Natürlich entscheidet die Aussprache eines Namens kein Spiel. Aber sie beeinflusst, wie präsent ein Spieler in der Berichterstattung ist und wie leicht Fans eine Verbindung zu ihm aufbauen.
Gerade im internationalen Fußball werden Namen zu Marken. Werden sie ständig falsch ausgesprochen, verkürzt oder aus Unsicherheit gemieden, geht ein Stück Sichtbarkeit verloren. Dabei wäre die Lösung oft ziemlich einfach: Audio-Guides, phonetische Hinweise in Pressemappen oder kurze Aussprachehilfen für Redaktionen können schon viel bewirken. Am Ende geht es nicht um sprachliche Perfektion, sondern um Respekt, Wiedererkennbarkeit und ein bisschen weniger Stolpern am Mikrofon.“
Sämtliche Ergebnisse der Untersuchung sind hier abrufbar:
Auswertung nach Mannschaft: https://datawrapper.dwcdn.net/tdVPg/1/
Auswertung aller Spieler: https://datawrapper.dwcdn.net/k0YTo/1/
Über die Untersuchung
Um herauszufinden, welche Namen der Spieler, die dieses Jahr in den offiziellen WM-Kadern 2026 stehen, für Deutsche am schwierigsten auszusprechen sind, wurde ChatGPT gefragt, die Ausspracheschwierigkeit basierend auf phonetischen Kriterien auf einer Skala von 0 bis 100 zu bewerten. Grundlage der Bewertung sind die offiziellen Trikot-Namen der Spieler. Anschließend wurde neben dem Ranking aller Spielernamen eine Auswertung nach Mannschaften erstellt, indem sowohl die Summe der Punkte als auch der Durchschnittswert pro Mannschaft ermittelt wurde (Stand der Untersuchung: 18.06.2026).
Der verwendete Prompt lautete wie folgt:
„Du bist ein Sprachexperte und Phonetiker. Deine Aufgabe ist es, die Ausspracheschwierigkeit (NICHT Schreibschwierigkeit) von Namen der Fußball-WM-Spieler 2026 für ein deutschsprachiges Publikum von 0 (sehr einfach) bis 100 (sehr schwer) zu bewerten. Analysiere alle 26 Spieler der offiziellen WM-Kader 2026 für folgende Teams: [Liste aller WM Gruppen]
Kriterien für das Ranking:
- Phonetische Fremdartigkeit für Deutsche (z.B. tschechisches „ř“, Klicklaute, Kehllaute).
- Graphem-Phonem-Diskrepanz (Schreibweise unterscheidet sich stark von der deutschen Aussprache).
- Länge und ungewohnte Betonung.
Ausgabeformat: Erstelle eine Markdown-Tabelle mit den Spalten: Gruppe | Land | Spielername | Score (0-100) | Phonetische Begründung. Sortiere die Tabelle absteigend nach dem Score.“
Über Twenty-Eight
Twenty-Eight (www.twenty-eight.agency) ist eine deutsche PR-Agentur. Unter dem Slogan „Wir machen Public Champions“ hat es sich das Beratungsunternehmen zur Aufgabe gemacht, gestandene Unternehmen zu medialen Meinungsführern zu entwickeln. Zu den Kunden zählen unter anderem Weltmarken wie die Jobseite Indeed oder spezialisierte Mittelständler wie die Influencer-Agentur Netzschreier. Twenty-Eight wurde 2023 von Nils Leidloff und Lukas von Zittwitz gegründet und hat seinen Sitz in Berlin.
